Alternativsportarten zum Mountainbiken – Diesmal: Yoga

Bildquelle: Pixelio.de, Philipp Wiebe

Bildquelle: Pixelio.de, Philipp Wiebe

Gleich mal vorneweg: Yoga ist kein Sport. Pantanjali, ein indischer Gelehrter aus dem fünften Jahrhundert, der als Begründer des Hatha-Yoga gilt, sagte: „Yoga ist die Fähigkeit, den Geist ausschließlich auf ein Objekt auszurichten und diese Ausrichtung ohne Ablenkung aufrechtzuerhalten.“ (Ist das beim Biken nicht auch genau die Essenz?)

Yoga ist eine überlieferte, aus Indien stammende Philosophie und Lehre. Sie beinhaltet körperliche Übungen, Atemtechnik, Konzentrationsübungen und Meditation. Und Yoga ist aus mehreren Gründen die perfekte Ergänzung zu jedem Sport, so auch zum Biken.

Schauen wir uns den Verlauf einer Yoga-Stunde mal an. Zu Beginn findet man sich im Rahmen einer kleinen Meditation oder Konzentrationsphase erstmal mit sich selbst zusammen. Alltagsgerenne, Gedanken, Sorgen, all das wird dadurch ausgeblendet und abgeschaltet. Mit Atemübungen bringt man seinen Körper, seinen Geist und seine Atmung in Übereinkunft. Wenn dann alles schön versammelt ist, beginnt man mit körperlichen Übungen die darin bestehen, nacheinander verschiedene Haltungen einzunehmen. Diese heißen „Asanas“  Es gibt Stehhaltungen, Drehhaltungen, Haltungen aus dem Vierfüßlerstand und aus der Rückenlage, es gibt lustig aussehende seitliche Abstützhaltungen und allerlei Verbiegungen. Die zum Teil auch noch krass anstrengend sein können. Und das noch in Verbindung der Bewegungsabläufe mit der Ein- und Ausatmung. Diese Haltungen, sowie die Übergänge dazwischen, sauber, harmonisch und in der Intensität der Ausführung genau zu dir passend hinzubekommen, darin liegt der Reiz der Geschichte. Am Schluss entspannt man sich noch, und dann ist man schön durchgearbeitet UND völlig relaxed. Herrliche Mischung.

Die Folgen von Yoga sind:

Der ganze Körper wird stabiler, auch Muskeln die man bislang nicht kannte werden kräftiger. (Viel Spaß mit exotischen Muskelkatern) Die Sehnen und Faszien (muskelumhüllendes Gewebe) werden geschmeidiger. Verspannungen und Verkürzungen verschwinden. Man wird wesentlich beweglicher. Und man entwickelt ein erweitertes Körperbewusstsein. Der Gleichgewichtssinn wird besser. Man behandelt seinen Körper mit mehr Achtsamkeit. Und man freut sich immer über seine Fortschritte.

Was auch super ist:

Man braucht nicht viele Dinge um Yoga zu praktizieren: Eine rutschfeste weiche Matte, bequeme Klamotten, die volle Bewegungsfreiheit geben, ein festes Kissen, einen „Yogablock“ (ein Päckchen Kaffee mit intaktem Vakuum tuts auch) und evtl. ein Yoga-Gurt (oder der Gürtel vom Bademantel). das wars schon.

Yoga lernen …

… sollte man bei ausgebildeten Yogis. Alleine per DVD oder Youtube ist schlecht, niemand gibt dir Feedback ob du’s richtig machst. Und dann ist die Verletzungsgefahr schon hoch. Zerrungen oder Stauchungen können ohne gute Anleitung und Feedback schnell passieren.

Vielleicht sagst du jetzt, alles gut und schön aber Mantras singen, „das ganze Om-Getue“ beim Yoga, das liegt dir nicht. Da kann man sich ja die Anbieter von Yoga Kursen ansehen, und fragen wie das dort gehandhabt wird. Manche halten das sehr minimal und fokussieren den körperlichen Teil. Andererseits: Man kann ja auch versuchen sich ein bisschen drauf einzulassen. Das gehört eben dazu, wie Chili zur indischen Küche. (Aber bitte nicht so viel!)

Und wie zu Beginn erwähnt: Yoga ist kein Sport. Hoher Ehrgeiz bringt nichts außer Zerrungen. Wer also aus dem Bike-Training gewohnt ist, hart mit sich zu sein, der wird im Yoga eine neue Welt kennenlernen. Der Körper wird es danken. Und mit mehr Stabilität, Konzentrationsfähigkeit, Gleichgewicht und entspanntem Gemüt wird Mountainbiken dann noch besser gehen!

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