Winterblues meets Mountainbike

Es regnet. Wieder einmal. Während der Süden Deutschlands (und so auch viele der Girlsridetoo-Mädels) in Schneemassen versinkt, wünsche ich mir hier im Norden, dass wenigstens mal ein paar Flocken vom Himmeln fallen. Die Fotos von eingeschneiten Autos, Straßen und Häusern wecken zwar nicht gerade den Wunsch, auch so viel Schnee auf einmal zu haben. Aber immerhin teilen könnte man sich das Ganze ja, da hätten alle etwas von….

Da so etwas aber natürlich nur Wunschdenken ist, muss ich mich irgendwie mit den hiesigen Gegebenheiten arrangieren. Bekanntlich gibt es ja auch kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung 😉 Dennoch habe ich (trotz theoretisch passender Kleidung) auch schon erlebt, wie „wunderbar“es ist, wenn der kalte Regen hinten in die Jacke oder in die Schuhe läuft und nach und nach alles, wirklich alles durchnässt. Auf anfängliche „das ist ja auch mal ganz lustig, so nass zu fahren“-Gedanken folgen da meist relativ schnell die „so ein s****ß Wetter!“-Gedanken. Aber wieder zurück ins Hier und Jetzt. Ich möchte, trotz Regen, wirklich gerne mal wieder fahren, nach langer Krankheit im November und Dezember und anschließender Feiertags-Faulheit bin ich ziemlich motiviert und überhaupt, das Rad ist ja noch recht neu, so richtig drauf gefahren bin ich gefühlt auch noch nicht. Also rein in die Regenkleidung und ab aufs Radl!

Geteiltes Leid ist halbes Leid 😉

Ganz so schnell geht es dann (natürlich) trotzdem nicht, nach langer Zeit der Nicht-Beaufsichtigung läuft die Sattelstütze nicht so, wie sie soll, den Reifen fehlt Luft und an den Bremsen wollte ich ja auch noch schrauben. Irgendwann ist dann aber doch alles geschafft und es geht los. Kaum aus der Tür, schlägt mir bereits dieser einzigartige, dichte Nieselregen entgegen, der offenbar immer gezielt (und vorzugsweise im Uphill!) ins Gesicht regnet und schnell alles taub werden lässt. Sobald ich im Wald bin, lässt der Regen zum Glück etwas nach und ich kann endlich richtig durchatmen. Mit jedem Kilometer wird es in meinem Kopf etwas ruhiger und ich freue mich über den geisterhaften Anblick der Bäume im Nebelschleier. Als ich in den ersten Trail einbiege und der Matsch nur so spritzt, macht sich langsam aber sicher ein breites Grinsen auf meinem Gesicht breit. Alle Sorgen sind auf einen Schlag vergessen und  alles füht sich irgendwie leicht an. Der Wald liegt wie verwunschen da, ganz allein für mich! Da ist es, das wunderbare Gücksgefühl! Der Grund, warum ich mich immer wieder, trotz Regen und Kälte, aufs Rad setze und es auch immer wieder tun werde 🙂

Rad & Regen

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