TRANS KRETA – Etappe 2

TRANS KRETA – Etappe 2

 

Ziemlich überraschend bekam unser Team die Einladung zu einem besonderen Erlebnis: die Teilnahme an einem 6-tägigen Mountainbike Trip durch Ost-Kreta unter Führung des FREAK MOUNTAINBIKE CENTERS aus Paleikastro. Nach einigen organisatorischen Angelegenheiten war es soweit: Ich war dabei.

Da ich aus privaten Gründen erst bei der zweiten Etappe dabei sein kann, ist der Trupp die erste Etappe ohne weibliche Begleitung gefahren. Im Dorf Mochlos trafen wir uns abends und somit war dann die Gruppe mit mir erstmal komplett.

In Mochlos übernachteten wir einem sehr süßen, kleinen Hotel. Das Abendessen nahmen wir bei „dem Restaurant“ in Mochlos ein. In der Tat: Der Fisch war fantastisch. Alle möglichen Vor- und Hauptspeisen wurden aufgetischt. Ich wusste gar nicht, dass es dort eine Fischart gibt, die nur wenige Wochen im Jahr in den Buchten verweilt. Auch das Frühstück nahmen wir dort ein. Der Besitzer öffnete nur für uns sein Lokal, servierte frisch gepressten Orangensaft, Eier und was sonst noch zu einem griechischen Sportlerfrühstück gehört. Obendrein packte er uns Pausenbrote für die Tagesetappe zusammen.

Nach einem kurzen Shuttle ging es heute von Platanos nach Makrrigialos. Nach detaillierter Einführung durch Jan in das E-Mtb ging es auch schon los. Ich war natürlich gespannt wie Bolle, war es meine erste Ausfahrt auf dem E-MTB. Ich fragte mich natürlich, wie schwer das Rad zu fahren ist mit/ und ohne Batterie, wie es sich bergab fahren lässt und ob ich auch mal durch eine hohen Batteriezuschaltung es krachen lassen kann. Wusste ich ja vom Vorabend, dass die Batterie immer ein Thema ist bei den Touren.

Heute warten 40km und 985hm auf uns. Die Etappe führte uns über gut zu pedalierenden Anstiegen in abgelegene Dörfer, mit großartigen Ausblicken. Wir fuhren an dem ältesten Baum vorbei, den ich je gesehen habe. Ziemlich beeindruckend. Ebenso durchquerten wir einige fast verlassene Orte. Da kam eine ganz eigene Stimmung auf, denn um uns herum waren nur Einheimische, die mit uns in Kontakt kamen.

So eröffnete sich bereits am ersten Tag für mich ein ganz intensives, einsames, gastfreundliches Bild von Kreta. Obwohl es „nur“ 40 km waren, führte uns die Etappe vom Nordosten in den Süden Kretas. Somit starteten und endete unser Tag jeweils am Meer. Fantastisch! Was gibt es besseres, als das Rauschen des Meeres zum Frühstücken und auch zum Abendessen und das ohne die Örtlichkeiten gewechselt zu haben?

 

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