TEST: Giro Montara MIPS

12. August 2016 | Claudi | Produkte | Getestet,

Was macht einen guten Helm aus? An sich ist die Antwort ganz einfach, denn drei Punkte stehen stets im Vordergrund: Passform, Schutz und Belüftung. Ok, zugegeben, wir Frauen wollen auch einen Helm der gut aussieht und am besten noch zum Outfit passt 😉 Die Suche ist dennoch eine Kunst für sich, denn neben den bereits genannten Dingen kommt das Kaufargument Preis hinzu. Ich habe für euch den neuen Giro Montara mit Mips Technologie in einem knalligen türkis (matte turquise/mountain division) getestet. Dabei passte mir Größe S wie angegossen und ich fühlte mich, mit einem eher kleinen Kopf, gleich wohl.

Der Giro Montara wurde 2015 auf der Eurobike neu vorgestellt und präsentiert sich in angesagten Farben. Während das Herrenmodell Montaro in 8 Farben erhältlich ist, gibt’s die Damenvariate in schwarz, weiß und türkis. Die tiefer gezogene Helmschale und die MIPS Technologie sollen ganz klar die abfahrtsorientierte Frau ansprechen. Sofort beim ersten Aufsetzen fällt die hochwertige Verarbeitung auf.

Angaben zum Helm:max_Giro_Montaro_Helmet_Colors

  • MIPS Technologie (Multi-Directional Impact Protection)
  • 16 Ventilationsöffnungen
  • verstellbares Visir
  • Halterung für GoPro oder Helmlampe (im Lieferumfang)
  • UVP: 179,95 €
  • Gewicht: 350g (Größe S,  selbst gewogen)

 Bild: Giro

Was ist MIPS?

Die unscheinbare Folie lässt den Helm im Falle des Falls „wandern“ und soll besonders bei einem schrägen oder rotierenden Aufprall ihre Vorteile ausspielen.

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„MIPS is a revolutionary technology that lets the helmet slide relative to the head, adding more protection against rotational violence to the brain caused by angled impacts. To identify the new generation of helmets, look for the little yellow MIPS logo.“

(Quelle: MIPS Protection; Bilder: Giro)

Meine erste Erfahrung mit MIPS war, trotz der schützenden Vorteile, etwas unschön. Oft blieben einzelne Haare hängen und die scharfkantige Folie kürzte sie ohne zu fragen. Entweder setze ich nun den Helm anders auf oder die Folie hat keinen Appetit mehr auf Haare – nach vier Wochen testen hatte ich das Problem zum Gück nicht mehr 🙂

Die Passform lässt sich individuell durch das sogenannte Roc Loc Air System sowie einer kleinen Höhenverstellung anpassen, um möglichst die Kopf-Form anzunehmen.  Das Verstellrädchen wirkt solide und lässt sich auch unterwegs mit Handschuhen verstellen.

Auf dem Trail

Ich habe den Helm knapp zwei Monate unter die Lupe genommen und auf Enduro-Rennen sowie ausgedehnten Touren in den Alpen getestet. Und dank des launischen Petrus durfte der Helm von Hitze über Kälte sogar regelmäßig Starkregen erleben – kurz um, der Helm wurde nicht geschont.

Das Visier ist werkzeuglos verstellbar und mit einer Goggle kombinierbar.  Giro nennt dies P.O.V. Plus und garantiert die einhändige Verstellung auch während der Fahrt. So kann auch die Goggle auf dem Helm gesetzt werden und ist angenehm verstaut, wenn sie mal nicht die Augen schützen soll. Eine normale Sportbrille findet dagegen keinen Halt. Gern trage ich die Brill ab und an auf dem Helm, wo sie normalerweise zwischen den Lüftungsöffnungen ihren Platz findet und mit mir z.B. bergauf fährt oder Pausen verbringt. Naja, geht hier leider nicht.

Ein Endurohelm muss stets den Spagat zwischen ausreichendem Schutz und guter Belüftung bieten. Beim Montara merkt man bei hitzigen Auffahrten oder schweißtreibenden Abfahrten die mäßigere Belüftung, beispielsweise im Vergleich zum Alpina Carapax. Die 16 Ventilationsöffnungen ließen mich bei hohen Temperaturen vor allem im Stirnbereich schwitzten. Der überschüssige Schweiß wird effektiv von den Pads aufgesogen und kann nicht mehr in die Augen laufen.

Ein cooles Gimmick ist die mitgelieferte GoPro Halterung „Break Away“. Diese kann einfach oben in einer Ventilationsöffnung eingeklickt werden, um mit GoPro oder Helmlampe durch den Wald jagen zu können. Eine GoPro führe ich auf Touren nicht mit mir und für eine Helmlampe war´s glücklicherweise abends zu hell, deshalb konnte ich die Halterung noch nicht unterwegs testen.

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Was den Helm auszeichnet?

Er fällt auf! Ich wurde noch nie so oft auf einen Helm angesprochen, wie auf den türkisen Montara. Bei zahlreichen Touren oder Rennen ergriffen oftmals die Herrlichkeiten das Wort und zeigten sich begeistert – von der Farbe 😉

 

Fazit

Der Giro Montara MIPS ist ein abfahrtsorientierter Helm mit durchdachter Ausstattung, der seine Fahrerin sicher auf jedem Trail begleitet. Geeignet für kleine und ovale Köpfe. Die hochwertige Verarbeitung und der gute Tragekomfort sprechen ganz klar für den Montara. Daumen hoch!

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