Ortler Bike Marathon 2016

13. Juni 2016 | Gabi | Rennfieber | Rennberichte,

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Am Samstag, den 11. Juni fand die zweite Ausgabe des Ortler Bike Marathons in Südtirol statt. Trotz der widrigen Wetterbedingungen sind die Teilnehmer zahlreich an den Start gegangen! Kurzer Rückblick 2015, als der erste Ortler Bikemarathon stattfand – ich stand mit ein paar meiner Kollegen im selben Startblock, davon fuhren 2 die große Runde. Aus Spass meinten sie „Jaja, nächstes Jahr fahrt ihr Mädels auch die große Runde!“ Wir nickten nur und nahmen das Ganze nicht all zu ernst, aber noch bevor der Startschuss fiel wurde aus Spass Ernst und aus Ernst ein Versprechen, dass 2016 die große Runde anstand.

2016 – ein Jahr später, bestimmt haben die Jungs vergessen, dass ich zur großen Runde eingewilligt habe, aber da habe ich mir mal schön ins eigene Fleisch geschnitten. Aber gut, was man verspricht hält man ODER?? 11. Juni – wir stehen am Start und es regnet. Jetzt sind es nur noch 5km bis zur Entscheidung ob lang oder doch lieber kurz. Als ich dann bei der Kreuzung ankam, stand für mich fest „durchbeissen“ und einfach den Versuch starten die lange Distanz zu schaffen. Die ersten 1.200hm rollten richtig gut und als ich an der Verpflegungsstation kurz unterhalb des höchsten Punktes ankam, kam sogar für einen winzigen Moment die Sonne durch und das gab mir nochmal einen ordentlichen Motivationsschub.image1

Den ersten Einbruch hatte ich kurz bevor es zum Reschensee runter ging. Dies er Streckenabschnitt hatte kaum Steigung, man musste aber dennoch gut treten, da es ziemlich schlammig war und die Reifen dadurch kaum voran kamen. Es kostet zwar nicht Körner, aber es hat ordentlich an meiner mentalen Kraft genagt. Das zurück rollen entlang des Reschensees hat dann richtig gut getan um die Beine wieder etwas zu lockern, bevor die lange Strecke auf die kurze traf. Auf dem Weg lernte ich noch 3 Italiener kennen, denen ich mich bis zum letzten langen Anstieg anschloss. Die erste Hälfte war noch ok, aber dann musste ich eine kurze Pause einlegen und Energie nachschieben – die Nahrungsaufnahme während so einer Distanz habe ich total unterschätzt. Ich dachte es wäre genug was ich da alles in mich reingestopft habe, aber anscheinen nicht…zum Glück hatte ich mir bei der letzten Verpflegungsstation noch Kekse eingepackt. Somit stand der zweiten Hälfte des letzten Anstieges nun auch nichts mehr im Wege.

image2Nach 8 Stunden 28min. kam ich übeglücklich mit einem fetten Grinser im Gesicht ins Ziel. Ich war einfach so über mich selbst überrascht, dass mein Körper so etwas durchhält – diese Distanz, bei dem Wetter… Meine Zeit ist natürlich keine Vorzeigezeit, aber das ist mir auch ehrlich gesagt WURSCHT, denn es hat unglaublich viel Spass gemacht und das ist mir wichtiger, als eine gute Zeit zu fahren (was ich konditionell eh nicht schaffen würde!). Und ein bisschen stolz bin ich dann schon, wenn man liest, dass nur 16 Frauen die 90km Distanz gefahren sind (von über 1.500 Startern). 🙂

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