Orientierungslaufen – die Suche nach Punkten im Wald

Ich mache ja sehr gerne die „neumodische Schnitzeljagd“, bei dem ohne GPS Gerät und dafür mit Karte und Kompass durch Wald, Wiesen und Berge gejagt wird, um Punkte zu sammeln. Mehrere Adventure Races später sind meine Orientierungskenntnisse nicht auf dem Nullpunkt, aber besonders fähig würde ich mich auch nicht auf diesem Gebiet beschreiben.

Vor ein paar Tagen fragte mich meine Freundin Emma aus England, ob ich nicht wieder einen Abstecher nach England machen möchte, um erneut mit ihr in einem 2er Team das „OMM (Original Mountain Marathon)“ auf dem Mountainbike bestreiten möchte – Mountainbiken, Trails, Karte lesen und Punkte sammeln! Letztes Jahr haben wir uns ordentlich mit einem Streckenposten vertan und definitiv eine bessere Platzierung verspielt.

Ich war Feuer und Flamme und habe das Rennen dick und fett im September in meinen Kalender geschrieben. Und dazu sollte ich meine Navigationsfähigkeiten noch etwas ausbauen (an dieser Stelle seien jedoch Emmas Navigationsfähigkeiten mal hoch gelobt!). Und so ging es zu einem Orientierungslauf in der Sprintklasse. Getreu dem Motto „nur nicht gleich übertreiben“ hab ich mich mal vorsichtig auf der mittleren Distanz angemeldet. Die Luftlinie beträgt gerade mal 2,4 km, wobei der zu laufende Weg deutlich mehr beträgt und auch das Isarufer am Flaucher in München zwar kein Alpenvorland ist, jedoch man sich hier die Beine auch schon mit Laktat voll packen kann.

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Orientierungskarte, die dünne rote Linie ist die Luftlinie, die es zu laufen gilt

Guten Mutes bin ich erstmal los gelaufen und schnell am ersten Poste angekommen. Check! Läuft! Und so ging es zum zweiten. Check! Läuft ja immer noch! Ich lief also weiter und freute mich über die Aussicht, genieße den Trail zu laufen. Und stelle am „dritten Posten“ fest, dass ich am vierten Posten bin. Mist – nichts mit Check und weiter. Zurück zum dritten Posten und dann weiter der Reihenfolge nach die Posten ablaufen. Nach 32 Minuten war ich zurück und eigentlich ganz zufrieden. Es hätte zwar bisschen besser zwischen Posten drei und vier laufen können, aber zum Glück war es ja nur ein Trainingslauf. Und Spaß hat es auch total gemacht – kann ich nur empfehlen, das mal auszuprobieren!

Bis England hab ich mir vorgenommen noch den ein und anderen Lauf zu machen, um dann im September nicht die „Bonuskilomter und Bonushöhenmeter“ zu machen.

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