Inselhopping auf den Kanarischen Inseln: Lanzarote – Teneriffa – Gran Canaria – Fuerteventura

12788957_10153773678690081_375813911_oDieses Frühjahr tausche ich Schneematsch gegen Sonne im Süden. Gemeinsam mit einer Freundin werde ich vier Inseln der Kanaren bereisen! Insgesamt sind wir 4 Wochen unterwegs. Wir buchten keine Pauschalreise, sondern stellten uns Flüge, Transfers, Mietwägen sowie Hotels selbst zusammen.

Lanzarote

Die Anreise nach Lanzarote ist recht einfach, da es viele non-stop Flüge gibt. Diese variieren je nach Flughafen. Ins Hotel hatten wir einen Transfer gebucht und kamen Nachmittags in unserem Hotel in Puerto de la Carmen an.

Nach einem kurzen Besuch im örtlichen Supermarkt bauten wir noch die Räder auf. Ich wechselte von meinen geliebten Stollen auf Straßenslicks und war sehr verwundert wie ein 29er aussieht, wenn die Stollen fehlen. Ein ganz schön komischer Anblick.

Tag 2 (Puerto de la Carmen – Tias – San Bartolome – Playa Honda – Puerto de la Carmen)

Heute stand für mich einfahren auf dem Programm. Schnell lernte ich hier eines: Lanzarote Kilometer sind keine normalen Kilometer. Denn wenn es windet, dann windet es mal so richtig. Nach 2:45h war ich wieder zurück am Hotel und der Blick auf die km war schon etwas frustrierend. Ich dachte mir, dass es ja nur besser werden könnte – was sich jedoch am nächsten Tag (noch) nicht bewahrheiten würde.

Tag 3 (Puerto de la Carmen – Tias – Uga – Femes – Las Hoyas – El Golfo – Yaiza – Puerto del Carmen)

Mein Vorhaben sollte die Entdeckung des „Parque National de Timanfaya“ werden. Der Blick aus dem Fenster verriet mir, dass es wieder ein windiger Tag werden würde und so nahm ich vorsichtshalber mal meine Regenjacke mit. Bereits nach 20 Min fing es zu nieseln an, was mich jedoch bei 18 Grad nicht weiter störte – ging es ja stetig bergan. Kurz vor Uga bog ich am Kreisverkehr nach der Tankstelle links ab, um nach Femes zu fahren. Auf dem Anstieg nach Femes fing es stark zu regnen an. Dies trübte meine Stimmung noch nicht. Als ich jedoch Richtung Las Hoyas blickte wurde mir klar, dass es von sehr kurzer Dauer ist, bis ich in einen Sturm komme. Tiefschwarze Wolken und sich extrem biegende Palmen prägten das Bild. Der Nebel versperrte meine Sicht ans Meer und so beschloss ich, dass ich zunächst umkehre und mir eine neue Route suche. Auf der Abfahrt Richtung Uga holte mich der Sturm ein. Mit aller Kraft versuchte ich bergab zu fahren, jedoch war es mir nicht möglich. Ich entschied mich abzusteigen und mein Rad etwas zu schieben – nach einer Kurve entdeckte ich, dass dies wohl keine schlechte Idee war. Vor mir schoben weitere Rennradler ihre Räder die Straße hinunter. Mittlerweile bildete sich eine Isar in meinen Schuhen und mir wurde richtig kalt. An der Tankstelle angekommen ging ich erstmal hinein, um mich etwas aufzuwärmen. Meine Schuhe leerte ich vor der Türe und brachte den Tankstellenmitarbeiter sehr zum Lachen. Dieser erklärte mir, dass es immer schlimmer werden würde. „Wie komme ich bloß zurück?“. Mittlerweile hatte es Böen bis 70km/h. Ich fragte, ob mich ein Taxi mitsamt Fahrrad mitnehmen würde und er bestellte mir eines. Ich muss wohl sehr frierend gewirkt haben, da er mir seine Jacke gab, damit ich mich etwas wärmen konnte. Kurze Zeit später saß ich bei einem Mountainbikeverrücktem Taxifahrer aus Ecuador im Warmen. Wir fuhren an unzähligen Rennradlern vorbei, die weder fahren noch gehen konnte und ebenso nach Taxis winkten. Zurück im Hotel war ich heilfroh, als das Platschern des warmen Wassers in der Badewanne sich wie Musik für meine Ohren anhörte! Für heute hatte ich genug!

Tag 3 (Die Strandpromenade)

Da fliege ich in den Süden, um was zu finden? Regen! Ich glaubs ja nicht! Und doch, auch heute regnete es wieder. Krimibuch her und lesen. Nachmittags beruhigte sich das Wetter und ich rollte an der Strandpromenade entlang. Bis auf wenige Abschnitte mit Cafés und Restaurants ist die Promenade mit einem eigenen Radweg ausgestattet. Die Aussicht auf das Meer rechts und die hügelige Vulkanlandschaft machte richtig Lust am nächsten Tag mehr von der Insel zu sehen. Auch heute kam ich nicht trocken durch – ich wurde wieder klatschnass.

Tag 4 (Puerto de la Carmen – Tias – Uga – Yaiza – El Golfo – Las Hoyas – Yaiza – Tinguaton – Conil (via LZ 56, LZ 30, LZ503) – Tias – Puerto de la Carmen)

Morgens strahlt mich die Sonne an – unglaublich! Nach dem Frühstück schwing ich mich voll motiviert aufs Bike und freue mich, dass der Tag ohne Regen beginnt! Neben fehlendem Regen gibt es hier kaum Wind! Einen Teil der Strecke kenne ich ja bereits und stelle erst jetzt erstaunt fest, wie faszinierend die Vulkanlandschaft ohne Sturm ist. Auf der Rund um El Golfo fährt man direkt am Meer entlang und hat beeindruckende Ausblicke auf Metertiefe Abrisskanten und aufprallende Wellen. Hier treffe ich viele andere Radfahrer und bin besonders von den Paracyclern beeindruckt, die nur mit ihrem Armen dieses kupierte Gelände meistern. Ebenso finde ich es toll, dass hier alle gemeinsam fahren!

Die Fahrt durch den Nationalpark Timanfaya ist wirklich ein Erlebnis für sich – Vulkanlandschaft soweit das Auge reicht und sonst nichts. Die Straße scheint erst nicht enden zu wollen – eine Welle nach der anderen. Als ich in Tinguaton ankomme gönn ich mir eine Pause. Hier gibt es ein kleines Café neben dem einzigen Minimarkt im Ort. Nach einer Stärkung fahre ich weiter und habe Glück! Der Wind ist zurück und ich habe Rückenwind. Wie von Flügeln getragen geht es nach Conil, Tias und nach Puerto del Carmen.

(Bilder: privat)

Tag 5 (Puerto de la Carmen – Tias – Mlacher – Uga (vor Uga abzweigen) – La Geria – kurz vor Teguise links nach La Caleta und wieder zurück – Nazareth – Tahiche – Arrecife – Puerto de la Carmen)

Die Sonne strahlt, der Wind weht nicht und meine Route führt mich durch eine wunderbare Landschaft:

Der Weg nach Uga ist mir bereits sehr bekannt und hier brennt heute die Sonne vom Himmel! Heute biege ich auf die sogenannte Weinstraße kurz vor Uga ab. „La Geria“ ist eine sehr schöen wellige Strecke, wobei die Weinstraße nicht mit uns bekannten Gebieten zu vergleichen ist. Durch die Vulkanlandschaft ist der Boden zwar sehr nährstoffreich, jedoch gleichzeitig trocken. Die Weinstöcke sind also sehr klein! Die Wellen der Weinstraße sind angenehm zu fahren und man trifft jede Menge anderer Radfahrer! Kurz vor Teguise biege ich links ab und fahre über viele Kilometer bergab Richtung Meer. Leider konnte ich es nicht rollen lassen, da mir der Wind entgegen kommt, jedoch freue ich mich, dass ich gleich auf dem Rückweg (die gleiche Straße) gut hinauf getragen werde! Untem Meer sind einige Surfer im Wasser und stehe auf der Nordseite der Insel am Meer. Nach einer kurzen Verschnaufpause strampel ich den Anstieg Richtung Teguise mithilfe von Rückenwind bergauf und fahre aus Neugier nach Nazareth, da ich für den morgigen Tag bereits Teguise auf der Liste habe. Auf dem Weg nach Nazareth finde ich wohl die schlechteste Teerstraße der ganzen Insel und hoppel 3 km vor mich hin. Ab Tahiche läuft es wieder wie geschmiert auf dem Teer und kann es dann Richtugn Arrecife rollen lassen. An der Strandpromenade fahre ich mich aus und genieße die Athmosphäre auf der Promenade.

(Fotos: privat)

Tag 6 (Puerto de la Carmen – Tias – San Bartolome – Teguise – Los Valles – Mirador de Haria – Tabayesco – Tahiche – San Bartolome – Playa Honda – Puerto de la Curz)

Und wieder lacht die Sonne – juhu!

Nach dem Frühstück dauert es nicht lange und ich stiz im Sattel. Heute geht es weit in den Osten. Ich freue mich nochmal ein anderes Eck der Insel zu sehen! Ich strahle mit der Sonne um die Wette und genieß die warmen Strahlen während ich Richtung San Bartolome fahre. Weiter nach Teguise habe ich schon so einige Höhenmeter zusammen, bis ich nun in den langen Anstieg Richtung Mirador de Haria komme. Ab Los Valles säumen Motivationssprüche der Ironmanstrecke den Teer. Die Aussicht ist grandios, wenig Wind und kilometerweite klare Sicht! Die Vulkanlandschaft ist hier einem Misch aus kleinen Blumen, Sträuchern und Palmen gewichen. Das Bild ist ein enormer Kontrast zu den anderen Eindrücken der Insel! Kurz vor dem Ort Haria ist das Mirador de Haria – hier sollte man unbedingt anhalten und zwei drei Fotos schießen! Die Aussicht ist traumhaft. Nach einer kurzen, kurvigen Abfahrt geht ein unscheinbarer Abzweig nach Tabayesco. Die Abfahrt dorthin führt mich durch ein Tal voller bunter Blumen mit ständiger Aussicht aufs Meer. Die Abfahrt ist richtig schön. Auf dem Weg nach Tahiche gibt es neben der Autobahn eine Straße für Radfahrer, diese beginnt beim Abzwei nach Teguise, wobei dies zunächst etwas irreführend ist. Hier schlägt mir nun der gute alte Gegenwind entgegen und ich spüre meine Beine. Da das Wetter so ein Traum ist, fahre ich über San Bartolome zurück und meide die volle Strandpromenade. Von dort kann ich es bis ins Hotel rollen lassen!

(Bilder: privat)

Als ich zurück komme realisiere ich, dass ich mein Rad verpacken muss, da ich nun „bye bye Lanzarote“ sage und mich auf die nächste Insel begeben werde – Teneriffa!

 

Teneriffa

Teneriffa sollte ganz im Zeichen von Trails und der Besteigung des Teide stehen – jedoch wurde das Programm auf Teneriffa zum Plan B.

Unser Transfer nach Teneriffa dauerte eine Ewigkeit und wir kamen erst um 2 Uhr nachts an. Die Mietwagenfirma hatte uns am Flughafen stehen lassen. Nach langem hin und her saßen wir im Auto und konnten an unseren Zielort – Puerto de la Cruz – fahren.

Tag 1 – Tag 4

Bereits am ersten Tag merkte ich, dass es mir nicht gut ging. Der Transfer steckte mir noch in den Knochen und daher stand heute Ruhe auf dem Programm. So wurden die Essenseinkäufe erledigt und der Wasservorrat aufgefüllt.

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Voller Eifer wollte ich in Tag 2 starten, wachte jedoch mit starkem Halsweh auf. Dies dauerte insgesamt bis Tag 4, sodass ich diese drei Tage mit spazieren gehen am Hafen, sowie im Ort Puerto de la Cruz verbrachte. Es war schon ziemlich frustrierend, dass ich hier nun krank im Hotel war – lagen doch die Trails am Hang gegenüber und schrien nur so nach mir! Mit viel frischen Obst, Ingwer und Tee schien ich jedoch die drohende dicke Erkältung zeitig in den Griff zu bekommen.

Tag 5

Heute konnte ich endlich mal wieder etwas auf den Drahtesel steigen. Der erste Test, ob auch wirklich alles schnell verheilt ist. Und siehe da – alles prima. Die Nähe zur Meeresluft scheint wirklich Wunder zu wirken! Juhu!

Tag 6

Nach langen Recherchen habe ich heute ein Tour gefunden, die man wohl fahren darf. Voller Vorfreude auf Trails mit den Stollen abzusurfen werde ich gleich arg enttäuscht – wieder ein „Biken nicht erlaubt“ Schild. Ich glaubte es ja nicht und versuchte einfach ein bisschen weiter hinten auf den Trail einzusteigen, um dort zu starten. Auch hier wieder Schilder. Ich war sichtlich enttäuscht, wo ist das Trailparadis geblieben? Bevor ich jedoch noch länger Trübsal aufkommen lasse, entscheide ich mich eine schöne Tour an der Küste zu fahren und werde mir einer atemberaubenden Passstraße entschädigt!

Tag 7

Meine nächste Recherche und die Frage, ob es ein versöhnliches Ende auf Teneriffa geben wird? Meine Antwort ist ja! Heute habe ich eine Tour gefunden, auf der viele andere Mountainbiker unterwegs waren – die mit der Gleichen Problematik zu kämpfen hatten: Gesperrte Trails. Die Tour war schön, aber nicht mein absolutes Highlight. Mein Highlight an dem Tag ist die Fahrt mit dem Auto durch den Nationalpark – eigentlich wollten wir auf den Teide, jedoch kam der Wintereinbruch (ja ihr hört richtig) dazwischen. Dafür gibt es einen unfassbar schönen Sonnenuntergang

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Ich habe viele Tourenvorschläge für Gran Canaria gefunden und freue mich auf den nächsten Teil des Abenteuers.

Gran Canaria

Gran Canaria wurde mir von mehreren Seiten als hässlich beschrieben. Ebenso gäbe es keine schönen Ausfahrten. Ich entdeckte diese Insel ganz anders und mir begegnete eine abwechslungsreiche, bunte und traillastige Insel, die sich über Mountainbiker freut und sie nicht auf den Trails aussperrt – definitiv nicht meine letzte Reise nach Gran Canaria!

Tag 1

Der Temperaturunterschied von Teneriffa zu Gran Canaria war deutlich. Hier herrschten 26 Grad ohne Wind. Da ich mich noch gar nich gut auskannte und es mein erster Besuch war, wollte ich mir ein erstes Bild vom Hinterland und den dortigen Trails machen. Ich stieg also aufs Bike und fuhr einfach mal drauf los! Sobald ich den letzten Teil von Maspalomas verlasse zeigt sich eine wunderbare Landschaft – teilweise schroff, karg und gleichzeitig wieder voll mit Blumen.

Jetzt wird es fast zu einfach!

In meiner vorab Recherche zu GPS Tracks komme ich auf „Free-Motion“ und deren Touren. Hier finde ich Beschreibung, Karte und GPS Track in einem und das kostenlos zum runterladen.

Ich suche mir folgende Touren aus „Grand Canyon“, „Grand Canyon XL“, „Montanas Y Mar“, und „Montanas Y Mar XL“. Die Tourenbeschreibungen und auch Anforderungen finde ich gut beschrieben und mit dem GPS geht man überhaupt nicht verloren, deswegen ist eine Routenbeschreibung sehr schwierig.

Zu den Grand Canyon Touren: Beide Touren sind sehr schön, obwohl die einfachere Variante durch die hauptsächliche Auffahrt auf der Forststraße kraftsparend ist. Über eine „Forststraße“ – bei uns in Bayern nennt man das Trail – geht es dann durch die Schlucht bergab. Immer wieder gibt es ganz tolle Aussichten, die sich für einen Fotostop lohnen! In der XL Variante führt der Anstieg über den Trail und wendet sich vor der Teerstraße ins Tal nochmal nach rechts und gleich nach links – genau da wo es sehr steil bergauf geht heißt es nochmal Zähne zusammen beißen und treten. Die Landschaft verändert sich hinter dem Stausee und die Ausblicke lohnen auch hier für viele Fotos!

Zu den Touren rund um die Beschreibung Montanas Y Mar: Oberhalb der Hafenstadt Puerto Rico ist Start. Entweder man lässt sich dort hin fahren, oder strampelt dahin. Aus Maspalomas war das nicht so weit und auch ok. Am eigentlichen Startpunkt befindet man sich schon auf einer Hochebene und ist sofort fern ab der Straße. Hier geht es über Schotterstraßen ins Landesinnere und hier eröffnen sich unzählige Trailvarianten. Es gibt flowige eher flache Trails auf der XL Variante, es gibt auch einen etwas ruppicken Trail bis fast ans Meer und und und. Hier oben gibt es jede Menge zu entdecken und es machte mega Spaß! Wenn man eben auf dieser Hochebene ist und Richtung Meer blickt, dann gibt es zwei Bergrücken, auf denen es bergab auf Trails geht – es hat kein Wanderer geschimpft, es war ein schönes Miteinander auf den Trails!

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Auf Gran Canaria war ich auch viermal zu Fuß am Berg. Hier ist wirklich ganz viel Orientierung gefragt: Die Wege sind zwar oft gut angelegt, aber kaum beschildert. Es gibt keinerlei Einkehrmöglichkeiten und man ist sehr schnell in großer Einsamkeit unterwegs und sollte daher schon wissen, was man tut. Was ich hier empfehlen kann ist eine GPS App (für alle nicht technisch versierten hier eine kurze Info =) ). Hier kann man auf dem Handy genau sehen, wo man gestartet ist und wie man wieder zurück kommt, wenn der Weg doch sehr verwachsen ist. Gleichzeitig konnte ich in meiner App die Karte der Region offline speichern und somit dann auch nur via GPS nutzen und wusste dann immer, wo ich bin. Ebenso kann man dann aufgrund der Route sehr gut einen Vergleich mit der ausgewählten Route anstellen – ich hatte immer mein kleines Wanderbuch dabei, sodass ich immer wusste, ob ich abbiegen oder gerade aus musste – da wie so oft die Wegmarkierungen fehlten.

Besonders zwei Routen haben mich begeistert:

Auf meiner ersten Runde im Hinterland von Ayagaures nimmt mich eine Laufveranstaltung voll in ihren Bann: mir kommen hunderte von Trailläufern entgegen, die teilweise seit dem Vorabend unterwegs sind. Hier laufen verschiedene Strecken auf einer gemeinsam Richtung Meer und so konnte jeder Teilnehmer die passende Strecke für sich wählen. Mich begeistert die Ausdauer und die Zielsetzung, als auch einige Frauen, die gemeinsam die Strecke in Angriff nehmen. Mit einigen unterhalte ich mich und deren Ziel ist es „nur“ anzukommen. Ich bin von soviel guter Laune in praller Sonnenhitze bei 30 Grad berührt und hege langsam aber sicher den Gedanken, dass ich irgendwie so eine Laufveranstaltung auch mal machen muss.

Kurzum: Im Hinterland von Ayagaures befindet sich ein Stausee, um den es am Hang einen tollen Aufstieg, einen verwachsenen Abstieg sowie tolle Aussichtspunkte gibt. Leider gibt es keinerlei Wasser und man sollte genügend Wasservorrat für 18km Länge und knapp 800hm dabei haben. Die Tour hat mir so gut gefallen, dass ich die gleich zweimal gemacht hab.

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Die andere Runde lief ich mit Sylvie, die ging von San Bartolomeo aus. Diese Runde hat mich auch sehr begeistert, da ich auf die andere Runde bei Ayagaures sehen konnte. Der Weg ist auch hier wieder nicht beschildert und es bietet sich hier wieder an, dass man via GPS und Tourenverlauf seinen Weg sucht. Mithilfe von einer Tourenbeschreibung klappt das dann eigentlich ganz gut. Diesmal waren wir 15km und 600hm unterwegs, die Zeit verging schnatternd wie im Flug. Wir hatten bombastische Aussichten und sind fast einmal um einen Berg herum gelaufen bzw. haben über einen Sattel abgekürzt. Wir haben hier auch wieder mehrere Mountainbiker getroffen

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Die Zeit auf Gran Canaria ging viel zu schnell vorbei – besonders nach meiner Erkältung hat es mich doch ziemlich in den Beinen gejuckt. Die Insel hat mich verzaubert, auf neue Ideen gebracht und eines weiß ich ganz sicher: Hier her komme ich zurück!

Fuerteventura

Die letzten Tage stehen voll und ganz im Fokus die Reise ausklingen zu lassen. Wir kommen in der Mittagshitze nach einer sehr turbulenten Übefahrt mit der Schnellfähre an. Am Hafen warten wir 1,5 Stunden bis uns ein Taxi abholt. Unser „kleines Gepäck“ scheint offenbar andere Taxifahrer abzuhalten, uns ins Hotel zu fahren. Als wir endlich im Hotel ankommen gibt es einen kleinen Schock – es gibt eine Überbuchung. Rolle rückwarts, zurück ins Taxi und in ein nah gelegenes Partnerhotel. Am frühen Nachmittag sind wir endlich da, lassen die Taschen fallen, bestellen uns eine Pizza und schauen im Bikini Biathlon.

Tag 1 und Tag 2

An beiden Tag ist es windig und ich entscheide mich gegen den Wind zu fahren, um auf dem Heimweg mit Rückenwind locker dahin zu rollen. Die Touren ähneln sich sehr, da ich nur den Rückweg jeweils anders wähle.

An beiden Tagen fahre ich aus unsesrem Ort „Costa Calma“ auf die FV 605 und mir weht ein frischer Wind entgegen. Ich strampel vor mich hin, aber mache wenige Kilometer, da der Gegenwend doch recht gut bläst.

Am ersten Tag biege ich auf die FV 618 ab und rollte gemütlich Richtung Meer. Es ist schon ein atemberaubender Anblick zwischen den Gebirgsketten hindurch und ein tolles Gefühl, wenn man ohne Anstregengung so schnell fahren kann! Ich fahre auf der FV 611 weiter und biege kurze Zeit später auf eine kleine Teerstraße ohne Namen ab. Hier treffe ich Sylvie und wir fahren gemeinsam zurück. Mit Rückenwind fahren wir nun über die FV 617 zuruück nach Costa Calma!

Am zweiten Tag fahre ich die Straße FV 605 bis Pajara und kehre dort in ein kleines nettes Café ein! Nach einer kleinen Stärkung geht es Richtung Tuineje auf der FV 30. Im Ort Tuineje gibt es eine kleine Teerstraße, die wiederum keinen Namen hat, aber gefühlt 15 Schilder dort stehen – unter anderem „La Florida“. Dort links und man hat eine tolle Fahrt mit viel Ruhe. Hier trifft man unzählige Schafe und kann über verschiedene Optionen zurück nach Costa Calma fahren. Nachdem wieder Rückenwind angesagt ist, ist mir die Distanz fast schon egal, es tritt sich ja eh so leicht! Ich probiere die Fahrt über die FV 2 via Tarajalejo und komme am frühen Nachmittag in Costa Calma an. Anschließend strecke ich mich am Strand in die Sonne.

Tag 3

Ich steige wehmütig auf mein Fahrrad. Meine letzte Ausfahrt meines langen Urlaubs. Mein Ziel ist das sogenannte „Westkap“ – Puerto de la Luz. Die Ausfahrt soll eher flach sein, ich möchte mich heute ausfahren und die Aussicht aufs das Meer genießen. Da der Wind heute abflacht gehe ich auch das Risiko ein, auf dem Rückweg im Gegenwind zu fahren. Der Weg nach Puerto de la Luz ist zu weiten Teilen wirklich schön, jedoch müssen ein paar Kilometer auf der Autobahn zurück gelegt werden, da es bis Butihondo keine andere Straße gibt. Nach der Durchfahrt von Morro Jable komme ich am Hafen vorbei, biege allerdings rechts ab und bin sehr schnell auf einer „Schotterstraße“. Ich würde sie eher Buckelpiste nennen. Von hier aus sollen es noch 16,5km bis ans Westkap sein – na dann auf! Der Wind weht mir leicht ins Gesicht, das türkise Wasser rauscht und ich habe eine phantastische Aussicht. Ich treffe hier immer wieder auf andere Mountainbiker, scheint offensichtlich eine bliebte Route zu sein. Mir wird der Weg irgendwann einfach zu weit, denn die Schilder zeigen nach wie vor 16,5 km an und das Westkap scheint nach wie vor recht weit entfernt zu sein. Da ich vermutlich im Gegenwind fahren werde beschließe ich umzudrehen, und nachmittags im Meer zu baden.

Auf dem Rückweg habe ich richtig Glück – eine der wenigen Male dreht der Wind und ich kann mit leichtem Rückenwind zurück zur Costa Calma strampeln. Meine flache Runde hatte immer noch 1000hm und 70km.

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Mit gemischten Gefühlen gehe ich im Meer baden, packe meinen Radkoffer und lassen den letzten Tag ausklingen.

14.3.: Heimreise. Von 24 Grad nach München mit 5 Grad.

Ich bin recht früh wach und schaue mir den Sonnenaufgang an. Mit einer dicken Decke sitze ich auf dem Balkon und warte, dass die wärmenden Strahlen kommen. Die Sonne geht hier wie immer sehr schnell auf. Es wird warm und mir graut etwas vor dem Temepraturschock am Nachmittag.

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Gegen 16 Uhr lande ich im gefühlt sehr kalten München. Ich habe jede Menge Erfahrungen, Fotos, Erlebnisse und Sonnenstrahlen im Gepäck und warte nun auf den Frühling!

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