Ein Traillaufwochenende „Ladys Only“? Wir waren dabei!

23. Juli 2017 | Ina | Rennfieber | Rennberichte,

Ein Sportevent nur für Frauen? Das müssen wir hin und mal die Veranstaltung mitmachen! Gesagt – getan.

Ein Trailrun Event von Frauen für Frauen? Und das in der schönen Region Zell am See? Da war schnell klar, dass ich mitmachen und die Veranstaltung testen möchte. Gemeinsam mit einer Freundin – Anne – wollte ich mir nun das Rennen über drei Tage anschauen. Freitag stand ein Nachtlauf „Night on Trail“ (5km, 300hm) , am Samstag die längste Etappe mit dem „Panoramatrail“ (17km 800hm) sowie am Sonntag die „Challenge“ (14km, 300hm) an.

Zugegebener maßen war die Vorbereitung sehr schwierig. Hatte ich seit mehreren Wochen ein „Läuferknie andersherum“, sodass der Hüftansatz der Bänder entzündet war. Dank Osteopathie, Massage und blackroll war die Hüfte halbwegs im Griff, sodass ein Start der drei Tage in der Woche vor dem Event mit einem „halbwegs deutlichem“ ja beantwortet werden konnte.

Freitag

Am Freitag reisten wir an, holten schnell unsere Startunterlagen ab und wurden super beim Intersport begrüßt. Bereits dort herrschte eine super Stimmung unter den Frauen.

Am Start herrschte gute Stimmung und langsam legte sich die Dunkelheit über Zell am See. Der Startschuss fiel und die ersten liefen wie von der Biene gestochen los. Anne und ich machten erstmal keine Hektik, war ja schließlich das Ziel alle drei Tage durch halten zu können und vor allem viel Spaß zu haben. Überraschenderweise konnten wir bergauf recht schnell die ersten einsammeln, jedoch räumte Anne den Weg bergab wunderbar frei und wir flogen nur so dahin und machten Plätze gut. Im Ziel war uns schnell klar, dass wir in diesem Feld zu den langsameren Läuferinnen gehören würden und wir gefühlt die Rottweiler unter Windhunden sind.

Samstag

Am Samstag stand unsere Etappe an – länger, mehr Höhenmeter und Panorama. Herz was willst du mehr? Auch hier schossen die ersten Damen nach dem Startschuss los und wir hoppelten in unserem Tempo hinterher. Wir hatten richtig Spaß, tolle Aussichten und

schöne Trails. Lediglich gab es bergab ein paar lange Kilometer auf Forststraßen, die für mich etwas zum verfluchen war.

Die Verpflegung war super und alle Leute um uns gut drauf. So kamen wir beispielsweise an einen Begsee, an dem es eine super Verpflegung gab – sogar Waffeln! Meine Hüfte machte eigentlich ganz gut mit, erst im Ziel merkte ich ein leichtes Ziehen.

So ein schöner Bergsee, da wären wir gern rein gesprungen

Sonntag

Wie soll ich Sonntag erklären? Es stand eine Flachlandetappe an – für mich bzw. uns vorab schon demotivierend. Denn es sollte einmal um den See gehen, wobei es ein kleines Trailstück geben sollte. Auf der Hälfte der Strecke gab dann meine Hüfte die gute Laune auf und begann ordentlich zu motzen. Zugeben muss ich, dass ich mir etwas mehr Trails an diesem Tag mit mehr Höhenmeter gewünscht hätte. Trotzdem war es eine schöne Strecke mit gut gelaunten Menschen und nicht zuletzt einer super Laufpartnerin.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich es super finde, dass es ein Event gibt, an dem täglich zwischen 80 und 90 Frauen an der Startlinie stehen! Es war toll organisiert, abwechslungsreiche Verpflegung und ein tolles Rahmenprogramm drum herum. Es gab ein tolles Startpaket, das Stirnband ist der Kracher und ich persönliche finde die Unterstützung für Outdoor against cancer so unfassbar wertvoll. Das Stirnband werde ich noch oft durch die Berge tragen.

Mich würde wirklich interessieren, wie viele Frauen zu einem „ladys only mountainbike event“ kommen würden =) Es war ein schönes Wochenende mit der Erfahrung drei Tage am Stück einen Trailwettkampf zu laufen.

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