Die Jagd nach dem Goldenen Riesenschnitzel

Schnitzeljagd 2Knapp über 0 Grad, die Wolken hängen tief, doch in Sölden am Parkplatz der Gaislachkogelbahn bekommt man davon so gut wie nicht mit. Hier stehen 125 Teams in den Startlöchern – bereit auf der Jagd nach dem „Goldenen Riesenschnitzel“.

Das von den Rasenmähern in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Ötztal jährlich veranstaltete Enduro-Gaudi-Event fand am 29. Juni 2013 statt. Jedes Team bekommt einen Schnitzelpass, welcher 4 Stationen enthält, an denen man verschiedene Aufgaben erfüllen muss und 4 Checkpoints, bei denen es sich um pinke Bretter handelt die im Wald hängen und an denen man den Pass abknipsen muss. In welcher Reihenfolge und wie (ob mit oder ohne Bahnunterstützung) bleibt dabei jedem Team selber überlassen und somit hat wohl jeder der 250 Teilnehmer seine eigene Strategie.

Tina und ich haben uns unsere Starterpakte abgeholt und schauen uns sofort die Karte und den Schnitzelpass an – wo sind die Station und wo die Checkpoints, wie kommen wir am schnellsten wohin, treten wir zuerst hoch oder doch lieber die Gondel am Anfang – Fragen über Fragen, welche Taktik ist die Beste. Schlussendlich, nach ein paar unverfänglichen Gesprächen mit anderen Schnitzeljägern, haben wir uns dafür entschieden, dass wir zuerst mit der Gondel bis zur Mittelstation hochfahren.

Um Punkt halb 11 fällt der Startschuss am Parkplatz der Gaislachkogelbahn und über 100 Teams treten in die Pedale. Ein Goßteil hat sich dafür entschieden zuerst einmal zur Stallwiesalm hoch zu treten und damit den „anstrengenden“ Teil hinter sich zu bringen.

Wir hingegen fahren mit der Bahn hoch und machen uns bei Schneefall auf den Weg Richtung Silbertal, wo uns auf der Hütte der Oakley-Stand erwartete. Aufgabe: Gläserwechsel bei 4 verschiedenen Oakleybrillen! Klingt nicht schwer, aber mit eingefrorenen Fingern und jede Menge Adrenalin im Blut dann doch wieder nicht so leicht.

Weiter geht es zur Gaislachalm über einen Trail Richtung Goldeggalm. Auf der Hälfte erreichen wir den ersten Checkpoint. Schnell stempeln wir unsere Schatzkarte ab und radeln weiter….aber wohin, rauf oder doch runter? Ein Blick auf die Karte zeigt uns, wir müssen hoch. Nach der ersten Kurve heißt es schieben, aber wer sein Radl liebt…. kennt man! Wieder an der Mittelstation angelangt geht es weiter zur Rettenbachalm. Auf dem Weg dorthin kommt uns eine Gruppe von 50 Asiaten entgegen, die uns sofort Platz machen und uns fasziniert beobachten (ohhh, ahhhh).


 

Next Stopp Gampe Thaya. Hier angekommen heißt es Radwechsel – vom 26“er auf einen gefühlten 5“ (12“ Minibike) und damit einmal um die Hütte, was ein Spaß, wenn man dabei auch noch zusehen darf und die Teamkollegin die Aufgabe meistert.

Der Schnitzelpass füllt sich langsam. Nach einem weiteren Checkpoint und kurzem Anstieg erreichen wir die Leiterbergalm. Hier erwartet die Teilnehmer ein Parcour aus Continental-Trinkflaschen, welcher als Team im „Schubkarren-Fahren“ bezwungen werden musste.

Aufgabe: CHECK! Jetzt so schnell wie möglich ins Tal zurück, noch schnell am Checkpoint vorbei und ab auf die andere Seite hinauf zur Stallwiesalm – 600hm, oder auch 500 „Holgermeter“, wie Veranstalter Holger Meyer es gerne nennt, treten. Endlich an der Hütte angekommen dürfen wir „Ergon-Rucksack-Mermorie“ spielen. Dies bedeutet, dass wir parallel gleiche Bikeparts blind im Ergonrucksack erfühlen und gleichzeitig rausnehmen müssen. Jawohl geschafft, ab auf Bike und runter. Klatschnass, durchgefroren, aber überglücklich kommen wir ins Ziel und zum guten Schluss hat es auch noch für den 2. Platz in der Damenwertung gereicht. *FREU*

Um 17 Uhr treffen sich alle Schnitzeljäger bei Marco’s Treff. Hier werden alle Teilnehmer mit dem Goldenen Schnitzel (Film zur Schnitzeljagd 2013) belohnt. Was ein cooler Tag!

Ein großes Dankeschön an Tina, die kurzerhand als Ersatz eingesprungen ist, da meine geplante Teamkollegin leider wegen Schulterproblemen absagen musste.

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