Berge, Regen, Matsch und Sonnenschein im Salzkammergut

14. Juli 2016 | Conny | Rennfieber | Rennberichte,

Salzkammergut Tropy – Die Vorbereitung war sechs Wochen vor dem eigentlichen Rennen als  Steffi Rehm und ich bei der Teilstreckenbesichtigung mitfahren und die herrliche Aussicht und die unglaublich schöne Bergkulisse bei 30 Grad genießen.  Nach langem Überlegen entscheiden wir uns am letzten Anmeldetag zur Teilnahme – Steffi für die 34 km Kurzdistanz als letzte Vorbereitung für die Transalp und ich die 54 km Mitteldistanz als Wettkampfeinstieg der Saison.

09.07.2016 – 9 Uhr wir reisen eingequetscht zu dritt in einem Mini mit zwei Bikes an. Es ist immer noch unfassbar was für ein Raumwunder der ist und dennoch finden wir erstmal keinen Parkplatz. Daher fahren wir so nah als möglich zur Anmeldung und ich ziehe schon mal alles an was ich habe und das ist ehrlich gesagt nicht viel und sprinte zur Ausgabe der Startunterlagen, da mein Start eine Stunde vor Steffi’s Start ist. Die zwei suchen währenddessen einen geeigneten und zulässigen Parkplatz und wir treffen uns so schnell als möglich bei der Anmeldung.
Als wir uns endlich wieder finden, sind es zwischenzeitlich nur noch 30 Minuten bis zu meinem Start und ich fahre mich schnell an einer Straße mit Steigung warm und rolle dann zum Startblock.

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Quelle: Sportograf

 

Meine Bestellung und die Wettervorhersage für diesen Tag waren Sonnenschein, deshalb habe ich nur Kurz-Kurz dabei. Genau zehn Minuten vor dem Start fängt es dann zu regnen als hätte jemand die Schleusen geöffnet und jetzt war auch klar, die ganzen Starter um mich herum mit Ihren Regenjacken wohl eine andere Wetter App haben als ich. Halleluja sag ich und nur die Harten kommen in Garten – Startschuss und es geht los.

 

 

 

Quelle: Sportograf

Quelle: Sportograf

 

Das Feld rollt langsam Richtung Startlinie und ab der Startlinie beschleunigen alle und suchen sich ihren Weg. Das Gelände verläuft nur kurzzeitig flach durch Bad Goisern hindurch und geht dann in den ersten längeren Anstieg hinauf zum Rehkogel. Zwischenzeitlich hat es auch aufgehört zu regnen und die breite Teerstraße gibt dem Fahrerfeld genügend Platz, um sich zu entzerren entsprechend positionieren zu können. Richtung Waldgraben und Hagan Lodge führt die Strecke auf Waldwegen und Trails bergauf und über Skipisten berab und geht dann in den zweiten langen Anstieg über hinauf zur Hütteneckalm. Belohnt wird die Anstrengung mit den überwältigenden Blicken in das Salzkammergut mit seinen enormen Felsbastionen.

 

 

 

 

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Quelle: Sportograf

Der Weg schlängelt sich an der in Fels gemeißelten ewigen Wand abwechselnd zwischen einer faszinierenden Aussicht und kurzen Teilstücke durch mehrere unbeleuchtete Tunnelabschnitte entlang. Der Übergang in die Abfahrten nach Weißenbach und Görb sind auf wurzeligen schlammigen sowie grob schottrigen und rutschigen Waldstücken mit zwei Schlüsselstellen, welche ich problemlos fahrend bewältige.

Über die Steinstufen geht es hinunter zur schmalen Holzbrücke über die Traun und dann in die letzten Kilometer flott und flach an der Traun entlang zurück Richtung Bad Goisern.

 

 

 

Siegerehrung (Quelle Privat)

Siegerehrung (Quelle Privat)

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Pokal (Quelle: Privat)

 

 

Im Zieleinlauf gebe ich beim Schlusssprint nochmal alles und bin überglücklich, dass ich diese Distanz in solch einer Zeit und vor allem komplett fahrend geschafft habe. Als ich im Ziel absteige, ist mir mein Pedal abgefallen – hab mir wohl einen abgekurbelt 🙂
Unfassbar, ich habe den 12. Platz gesamt und den 2. Platz in meiner Altersklasse erzielt und bin richtig stolz drauf.

 

 

 

 

 

Nach dem Rennen (Quelle Privat)

Nach dem Rennen (Quelle Privat)

 

Nur wenige Minuten nach mir kommt Steffi genauso schlamm verschmiert wie ich, ins Ziel. Bei ihr lief es auch super und sie hat den 18. Platz gesamt und den 14. Platz in Ihrer Altersklasse erfahren. Danke an Andy und Andy für den Support und unseren Sponsoren. DOWE für die Teamkleidung, welche auch bei Regen noch warm hält und richtig gut funktioniert. An Hirzl für die Handschuhe, welche egal ob nass oder trocken einen konstant super Halt und Tragekomfort bieten und natürlich Muc-Off dem Bikewaschmittel und Equipement, mit dem wir die Räder .
Kurzum es war ein richtig schönes Event mit tollen Strecken und wir werden auf alle Fälle nächstes Jahr wieder mit dabei sein – GRT rockt!

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