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    12.05.2011 11:44 Uhr

    Das erste Mal Bikepark? Fragen und Anworten

    Von: Susanne

    [SUSANNE] Eines Tages ist es soweit: Du liebäugelst mit der Idee, in einen Bikepark zu gehen. Endlich mal nur bergab fahren. Ohne Hochtreten, nur runterfahren, das wär doch was.

    Aber dann fängst du an, dich zu fragen, wie es denn eigentlich so ist in so nem Park, und noch so einiges mehr. Irgendwie sind echt wenig Frauen in den Parks unterwegs, und damit sich das vielleicht ändert und die eine oder andere ihre Bedenken überwindet, anbei die gängigsten Fragen. Und die Antworten gleich dazu.

    Was sollte ich draufhaben, um im Bikepark gut zurechtzukommen?

    Eine gewisse Liebe zur Geschwindigkeit ist hilfreich, auch der Wille, etwas ruppigere Streckenabschnitte zu meistern erleichtert den Einstieg. Kleinere Stufen (20cm) sollte man schon ohne mit der Wimper zu zucken fahren können. Die richtige Benutzung der Bremsen sollte ebenfalls schon bekannt sein, immerhin liefert die Vorderbremse 70% der Bremsleistung, die Hinterbremse nur 30%. Experimentierwille und Entschlossenheit sind auch brauchbare Softskills.

    Muss ich tatsächlich Protektoren tragen?

    Unbedingt, eine komplette Schutzausrüstung ist Pflicht. Und macht auch Sinn. An dieser Stelle muss ich zugeben dass ich keine Ahnung hab wie sauber Leih-Protektoren und Helme sind. Also ob der Schweiß vom Vorbenutzer da noch drinhängt oder ob die laufend frisch gewaschen werden. Andererseits ist es auch ok, Protektoren leihweise auszuprobieren, dann weiß man was einem gut passt. Das bewahrt vor Fehleinkäufen.

    Sind die Leute die in Bikeparks fahren, Anfängern gegenüber herablassend?

    Neeee, wirklich nicht! Klar sieht so ein Haufen Typen (tatsächlich überwiegend Jungs) in Protektoren und Helm verwegen aus, aber mindestens ein Fünftel davon rollt genauso unspektakulär auf der Strecke rum wie man selber. Außerdem sind Frauen in den Parks sowieso rar, zu denen ist jeder lieb. ;-)

    Was kann ich tun, um kein Hindernis auf der Strecke zu sein?

    Unabdingbar ist es, schnellere Fahrer vorbeizulassen. Man kann es hören wenn jemand von hinten kommt. Dann bitte an der nächstmöglichen Stelle zur Seite fahren um Platz zu machen. Aber sich nicht Hetzen lassen und schneller fahren als man möchte. Wenn du wieder auf die Strecke willst, aufpassen ob nicht noch wer von oben daherkachelt.

    Sprünge die du evtl. springen willst unbedingt erst anschauen. Also das Bike am Streckenrand abstellen ohne andere Fahrer damit zu behindern, und die Sache zu Fuß in Ruhe angucken. Weil, anfahren und dann auf dem Absprung stehen bleiben weil man erst noch sehen will wie und wo die Landung ist, ist ganz unpraktisch. (Es ist ganz schrecklich wenn man so richtig fett Schub hat und dann anhalten oder runterbremsen muss weil jemand die Strecke blockiert.)

    Was muss ich unbedingt dabei haben?

    Die schwierigste Frage. Also, was ich z.B. nicht mehr mitnehme, ist Verbandszeug. Wer Pflaster und Salbe mitnimmt, denkt auch daran dass er sich verletzen könnte. Aus meiner Sicht mental der falsche Ansatz. Wenn man sich echt was verschrammt: Nen Erste-Hilfe Koffer gibt's immer irgendwo.

    Thema Verpflegung: Kuchen ist super. Oder Schokokekse. Oder gleich Schokolade. Und Bananen und Käsebrötchen und und und... Die meisten Bikeparks haben eine nette Bikestation samt Fressbude wo man alles bekommt was man braucht. Falls es so was nicht gibt: Komplettes Picknick mitbringen. Viel, viel zu trinken. DH macht Hunger und Durst. Regelmäßig Brennstoff nachliefern ist wichtig für die Konzentration! Und die wirst du brauchen.

    Wenn man mit dem eigenen Bike fährt, natürlich Werkzeug, Standluftpumpe, Ersatzteile nach Belieben... (Da gibt es Leute die haben ein fast halbes Bike in Einzelteilen dabei. Egal, Mut zur Lücke, was soll schon schief gehen?) Nö, ohne Witz, Ersatzschläuche sind wichtig, vielleicht auch eine Kette. Ich hab trotzdem immer gern die halbe Werkstatt dabei. ;-)

    Wie funktioniert Schlepplift fahren mit dem Bike?

    Am Einstieg vom Lift steht jemand der einem den Bügel richtig hindreht. Die positionieren den Liftbügel etwa dort wo er hin soll. Am einfachsten geht Schlepplift fahren, wenn man dann die eine Hand (auf der Seite wo das freie Ende ist) auf das äußere Ende vom Liftbügel legt, dann kann sich der Bügel nämlich nicht hochdrehen. Auf dieser Seite stellt man den Fuß auf das Pedal. Das andere Bein lässt man einfach runterhängen. So schiebt der Liftbügel nicht bloß das Bike, sondern auch deine eigenes Heck, was in steilen Liftpassagen ganz prima ist weil man nicht nach hinten vom Sattel rutschen kann. Guck den Leuten erstmal ein bisschen zu, dann wird klar was ich meine. (Fortgeschrittene verwenden u.U. eine andere Technik.

    Und wenn du dann oben bis, dann freu dich auf lustige, spannende Abfahrten! Auf das triumphale Gefühl, sich was getraut zu haben. Auf die totale Entspannung und den Rausch der Geschwindigkeit. Das Feeling nach nem Tag im Bikepark ist unbschreiblich!!


    Kommentare

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    Julia

    Samstag, 18-06-11 22:36

    Bikepark, bikepark, bikepark,.... yeeeeehh! Ich komme bald.. hab mir sogar schon Plattformpedale bestellt... braucht man wirklich Schienbeinprotektoren oder tuns Knieschützer auch?
    Lg
    Julia

     

    Susanne aus München

    Dienstag, 24-05-11 08:37

    Hallo Susanne,

    erstmal vielen Dank für Deine nette Mail.
    Also, ich war am Samstag das erste Mal am Samerberg im Bikepark! Und ich muss sagen: ES WAR TOLL!!!! :-) Da mein Freund der Meinung ist, für meinen Fahrstil sei ein Fullfacehelm übertrieben, bin ich die erste Abfahrt mit normalem Helm + Arm + Beinprotektoren runtergefahren.
    Dann bin ich zur Bikestation und habe mir einen Fullfacehelm ausgeliehen ;-) Nicht weil es so schlimm war, sondern echt eher um mich einfach mehr trauen zu können und sicherer zu fühlen. Und das war wirklich gut so. Hätte vorallem nicht gedacht, dass die so wenig stören.
    Letztendlich bin ich 4 x runter - da wir hoch auch gekurbelt sind und nicht mit der Seilbahn, waren wir etwas langsamer unterwegs als die anderen.

    Die Strecke finde ich vor allem toll, wenn man mit wesentlich besseren Bikern unterwegs ist. Mein Freund quasi neben mir Trails und Northshore´s fahren, und trotzdem trifft man sich immer wieder auf der "Chickenline" (blauen Strecke). Zudem ist dort auch genügend Platz vorgesehen um dem Freund (oder anderen besseren Fahrern) auch mal bei den Sprüngen zuzuschauen. Es war nicht zu viel los auf der Strecke und ich hab mich nie von einem Profi hinter mir gehetzt gefühlt.

    Zum Thema "mehr Mädels in die Bikeparks" kann ich nur sagen, dort waren super viele Mädels unterwegs. Das hätte ich nicht gedacht. Gefühlt waren mind. 40 % weiblich im Park.

    Der Bikepark Samerberg ist nur 30 min. von München entfernt, kostet 8 Euro Nutzungsgebühr pro Tag. Hat eine total nette Anmelde + Testmaterialstation wo man sich alles (Protektoren/Helme) etc. ausleihen oder auch kaufen kann mit einer sehr sehr netten Beratung. Frauen sind dort herzlich willkommen und auch genügend vertreten.
    Wer sportlich lieber auch hoch kurbeln will anstatt Seilbahnfahren kann die lockeren 200 hm zum Einstieg easy hoch fahren.

    Mein Fazit: Eine perfekte Strecke um erste Erfahrungen im Bikepark zu sammeln, vorallem auch MIT Partner(innen) die besser fahren, da man nicht "alleine auf der Chickenline" unterwegs ist. Wer mal Lust hat und nicht alleine fahren will, darf sich gerne melden! Ich bin jetzt "heiß" ;-)

    Viele Grüße Susanne

     

    Die Susanne aus bei Ulm

    Mittwoch, 18-05-11 17:00

    (Hi Susanne, ich hab dir heut früh ein Mail geschrieben) Falls die Frage nach dem Fullface Helm und der " noch mangelnden Heldenhaftigkeit des Fahrstils" für noch mehr Leute ein Thema wäre: Der dicke Helm ist ein großes Stück Sicherheit, auf das man in keinem Fall verzichten sollte.
    Have fun!
    Susanne

     

    Susanne Herkenhöner aus München

    Dienstag, 17-05-11 18:42

    SUPER! Vielen Dank für die nette Zusammenfassung! Bikepark ist mein großes Vorhaben diesen Sommer!! Ich bin gespannt!! Bissi Sorge ist mir schon genommen! Zum Thema Ausrüstung hätte ich nur noch die Frage: Reicht ein "normaler" Helm, oder muss es ein Fullface sein? 1. hab ich (noch) keinen Fullface, 2. schaut es doch albern aus, wenn da eine mit so nem Helm kommt und dann so gar nicht spektakulär fährt, oder? ;-)
    LG Susanne

     

    Bino

    Samstag, 14-05-11 11:18

    stimme Sansarah zu! Diese Zusammenfassung hätte ich gern vor meinem ersten Parkbesuch gehabt. (übrigens: nettes Bild)

     
     

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